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Am 05.06.2015 stand die erste Hochsommerliche Gewitterlage für uns an, welche nicht wie eine ähnliche Lage Anfang Mai floppte, sondern uns endlich die ersehnten Gewitter brachte. Schon einige Tage vorher studierten wir die Karten, und entschlossen uns letztendlich Richtung Belgien zu fahren, da dort die Eigenschaften für Gewitter laut den Modellkarten am besten waren. Diese Entscheidung mussten wir auch nicht bereuen, sondern wurden für die relativ weite Fahrt belohnt. Mit dabei waren Patrick, Elmar, Christoph und Ricardo. Unsere Tour startete um etwa 17Uhr in Essen, von wo wir erst mal  als grobes Ziel Aachen anpeilten. Inzwischen waren auch schon einige Zellen in Belgien und Frankreich entstanden, und wir konnten den Eisschirm während der Fahrt beobachten. Da sich die Gewitterzellen nur über Belgien hielten, mussten wir Deutschland verlassen, und machten unseren ersten Halt auf einem Feld westlich von Liege, wo wir unser weiteres Vorgehen nochmals besprachen.

 

 

Hier ist der Eisschirm der Zellen mit Blickrichtung Nord-West zu sehen. Noch war es recht warm mit Temperaturen von 28-30°C, doch nur wenige Minuten später wehte ein Outflow Boundary mit rund 30Km/h über uns, und die Temperatur sank auf rund 24°C. Dazu wurde einiges an Staub aufgrund der trockenen Felder aufgewirbelt.

Noch sahen die Wolken eher harmlos aus, doch die lenti artigen Strukturen gaben ein nettes Motiv.

Wir entschlossen uns nun weiter den Zellen entgegen zu fahren, und fuhren über die N3 (Nationalstraße 3) nach Tienen, wo wir allerdings nicht so erfolgreich waren, da die Zellen hier nicht sehr strukturiert waren, und es auch anfing zu regnen. Inzwischen schossen aber südöstlich von uns neue Gewitterzellen hoch, welche auf dem Radar vielversprechend aussahen. Unser Chasing begann also.

Westlich von Liege (nahe des Flughafens) konnten wir dann diese Aufnahmen machen:

Hier gab es sogar im linken Bereich eine Horizontale Rotation.

Da laut Radar noch weitere Gewitterzellen westlich an uns vorbei ziehen werden, positionierten wir uns auf einem nicht weit entfernt gelegenden Feld, und konnten mit einschreitender Dunkelheit diese Bilder von der Lightshow machen:

Durch die hellen Blitze kamen auf einmal interessante und verdächtige Strukturen zum Vorschein. Je näher es kam, desto verdächtiger sah es aus.

Dies war allerdings kein Funnel, sonder nur eine seitliche Ansicht einer Wallcloud bzw. Tailcloud.

Nun arbeiteten sich die Gewitterzellen immer weiter richtung Osten vorran, und wir konnten unseren Standort auch wieder nach Deutschland verlegen. Dabei entschlossen wir uns noch ein paar Zellen auf unseren Heimweg "mit zu nehmen", und positionierten uns bei Rheinbach, wo wir noch einige Blitze ablichten konnten.

Fazit: Ein sehr guter Einstand in die sommerliche Gewittersaison 2015. Die über 600KM weite Fahrt von Essen, über Liege, bis nach Tienen hat sich gelohnt.