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Es war endlich mal wieder soweit.
Für NRW wurde eine Gewitterlage angekündigt.
Schon 2 Tage vorher besprachen wir das vorgehen um somit
die beste ausbeute der bisher doch schwachen Saison zu bekommen. Das Stormchasingteam Münsterland und meine Dortmunder Jungsbeschlossen am besagten Tag nach Paderborn aufzubrechen umdort die Angekündigte Squalline ablichten zu können.

Wir hofften abermals auf präfrontale Auslöse sodass man noch ein paar
freistehende Zellen ablichten konnte.


Kommen wir nun zum besagten Tag.
Als ich morgens früh von einer Party mit Freunden zurück gekommen
bin guckte ich mir den Aktuellen GFS lauf an und macht mir Hoffnung
für die Gewitterlage und freute mich schon auf mein Bett.
Doch schon der nächste Blick auf das Niederschlagsradar zeigte mir
das es wohl nix wird mit schlafen gehen :D

Morgens um 6 Uhr kündigte sich eine schwache Konvergenz über
West NRW an. Ich beobachtet die Lage noch etwas um sicher zu sein
das ich meinen Teamkollegen Elmar nicht umsonst aus dem Bett hole.

Gegen 8 Uhr beschlossen wir erst einmal Richtung Unna-Stockum aufzubrechen.
Dort hatte ich schon am Vortag einen guten Chasingpoint ausgemacht.



Dort angekommen sahen wir schon die Konvergenz näher kommen.
Trotz schwacher Radarechos waren die Strukturen recht ansehnlich.
Sie ähnelten einer Shelfcloud doch war es keine.



Meiner Meinung nach entstanden die Strukturen durch die Scherung
die mit etwas 10-15 m/s doch recht hoch war.
Laminare Strukturen entstanden nun überall.



Die Konvergenz kam aber noch nicht richtig in Schwung.
Wir beschlossen daher unseren eigentlich Plan wieder in angriff
zu nehmen und fuhren schon mal Richtung Paderborn wo nachher
das Team Münsterland zustoßen wollte.

Gegen 11 Uhr erreichten wir den geplanten Treffpunkt.
Dem Haxterberg. Eine freundlichen Empfehlung von den Paderborner Chasern ;)

Die Konvergenz die wir zuvor in Unna beobachtet haben,
hatte uns mittlerweile erreicht und es setzte leichter Regen ein.
Wobei es dann auch blieb und später dann wieder die Sonne raus kam.

Gegen 13 Uhr bekamen wir dann Verstärkung durch die Münsterländer
und überraschender weise waren auch die Paderborner mit von der Partie.

Bei einem leckeren Kaffee im Restaurant beobachteten wir die Lage erneut.
Eine weitere Konvergenz hatte sich vor laufend zur Kaltfront gebildet.
Diesmal aber ging es rund. Erste starke Zellen entstanden in West NRW.

Das Team Dortmund durfte schnell feststellen das Dortmund von einer der
Stärksten Zellen getroffen wurde, aber dazu später mehr.

Ab zum Chasingpoint.
Die Eisschirme am Horizont waren nicht verwaschen und sprachen daher für
noch recht Potente Aufwinde in den Gewitterzellen die gerade das Ruhrgebiet
überquerten.

Es quellte auch schon in unserer Region. Hoffnung auf mehr!



Gegen 14 Uhr wurde es langsam dunkel am Horizont und erste Strukturen wurden sichtbar.
Aber die Zellen waren mittlerweile alles andere als stark.

 





Sie wurden zusehend schwächer und wir mussten feststellen das die Böenfront
sich mittlerweile von der Basis abgelöst hatte.
Eine gutes Zeichen dafür das die Gewitterzelle schon Abwind dominiert ist und
daher dem Untergang geweiht ist.

So kam es dann auch. Der Outflow erreichte uns und kurz darauf setzte dann
der Regen ein. Die Gewitterzelle warf kaum noch Blitze und frustriert saßen wir wieder
in unseren Autos.

Doch kurz darauf entstanden hinter Dortmund neue Gewitterzellen.
Was machen wir nun? Warten oder entgegen fahren?

Wir beschlossen entgegen zu fahren weil wir ja schon festgestellt hatten
das die Energie um Paderborn schon raus war.

Über die A33 und A44 fuhren wir bis Büren. Doch das Pech hat uns wohl
verfolgt. Die Zellen wurden wieder schwächer und wir beschlossen
dann nach kurzem Lagecheck über CB-Funk den Chase abzubrechen.
Denn die eigentliche Kaltfront wurde gar nicht mehr aktiv.




Auf dem Rückweg sahen wir noch ein paar schöne Cu Con die aber nicht mehr
die schwelle zum CB schafften.

Hier ein kurzes Video (ca. 10mb)
Video

In Dortmund angekommen stellten wir fest, je weiter wir in den Dortmunder Süden
voran kamen desto größer waren die Schäden.

Am nächsten Morgen machte ich mich vor der Arbeit auf den Weg um noch ein paar
Schadensbilder machen zu können.

Abgebrochene Äste, Blätter auf dem Boden usw.
Ich lasse hier die Bilder für sich sprechen da ich eh schon zu viel geschrieben habe ;)
Leider hatte ich nur mein Handy mit da ich meine Spiegelreflexkamera nicht mit zur Arbeit nehmen wollte.








Diese Ereignis wurde auch von Ricardo beobachtet.

Da hier der Niederschlag die Sicht versperrt kann ich nicht genau sagen, ob das eine Wall ist, aber den verdacht muss ich hier äußern.






Und noch ein Video:

{youtube}LjQDzQciskc|500|0{/youtube}

Lars hat die Linie zwischen Unna und Werl verfolgen können.

 

Netter Kontrast zum Feld

 
Dynamik war natürlich auch vorhanden.


Der Niederschlagskern, zeitweise mit Hagel.


Jetzt musste ich alles wieder einpacken da man in der Ferne schon Staub aufwirbeln sah, kann dann doch schon recht Windig werden.


Und dann schlussendlich auch dort wo ich Position eingenommen hatte.


Der Niederschlag welcher aus einem kurzen Regenschauer bestand war schnell vorrübergezogen.


Der Vegetation hat es bestimmt gut getan.


Bin dann noch ein wenig rumgekurvt und habe noch ein wenig Rückseitenwetter eingefangen.


Naja war zwar nicht viel aber immerhin. Video habe ich auch noch gedreht, mal sehen ob ich es hier noch einstelle!

ESTOFEX

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