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15. Mai:

Für den 15. Mai kündigte sich erneut eine Kaltfront an, welche markante Wettererscheinungen hervorbringen sollte. Im Prinzip war die Lage derjenigen vom 13. Mai sehr ähnlich. Die Modellkarten zeigten uns jedoch an, dass es anders als vor 2 Tagen schon gegen 15 Uhr in West-Oklahoma auslösen würde. Also mussten wir uns etwas beeilen, Vernon zu verlassen und Richtung Norden aufzubrechen. Die besten Chancen auf spektakuläres Wetter sahen wir rund um die Stadt Woodward.

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Als wir dort ankamen, hatten sich bereits erste Zellen westlich der Stadt gebildet. Eine Zelle erschien uns sehr stark zu sein, jedoch war diese für uns zu weit südlich, so dass wir sie nicht anfahren konnten, ohne Gefahr zu laufen, in ihren Kern zu kommen.

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Stattdessen mussten wir eine etwas schwächere Zelle weiter nördlich ansteuern.

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Dieser scheinbare "Trostpreis" fühlte sich nur wenig später wie ein erneutes Glückslos an, denn die südliche Zelle, die wir nicht anfahren konnten, schwächte sich plötzlich rapide ab. Richtig fotogen war unsere gewählte Zelle aber nicht. Man kann eben nicht immer Glück haben. Aber das Glück sollte doch noch zurückkehren. Zwar sind unsere ursprünglichen Erwartungen an diesem Tag nicht erfüllt worden, aber die Natur ist ja farcettenreich und hat uns statt der erhofften Aufwindphänomene wie Wallcloud und Tornado einige Abwindphänomene als Ersatz geboten. Denn nachdem wir erkannten, dass sich bei unserer Zelle nichts spannendes mehr tun wird, haben wir sie von West nach Ost durchquert. Währenddessen schloss sie sich mit anderen Zellen zu einer Squalline (Linie von Gewitterzellen) zusammen, die an ihrer Vorderseite eine schöne Shelfcloud formte. Da wir die Linie in ihrer Zugrichtung durchfuhren, bekamen wir die Shelfcloud zuerst von ihrer Unterseite zu sehen. Hier zeigte sich einmal mehr, weshalb man der turbulenten Unter- bzw. Rückseite einer Shelfcloud den bildhaften Namen whale's mouth gegeben hat.

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Da die Shelfcloud sehr schnell war, mussten wir Gas geben, um noch einmal vor sie zu kommen. Ihre Vorderseite war ebenfalls imposant, wie man auf den folgenden Bildern sehen kann.

 

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Bevor wir zum Hotel fuhren, ließen wir uns wieder auf kontrollierte Weise mithilfe des Baron-Radars von der Linie überrollen, indem wir durch ihren schwächste Stelle fuhren. Nach diesem Manöver waren es nur noch wenige Kilometer bis zu unserem gebuchten Hotel in Enid in Nord-Oklahoma. Nachdem wir dort eingecheckt hatten, bot uns die Rückseite der Linie noch einige schöne Blitze.

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